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Heraus
zu den antirassistischen Aktionstagen 2007!
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14.-29. November 2007 ###
What
happened to Heinersdorf?
Seit
März 2006 protestieren Rassisten aus dem bürgerlichen Spektrum, vornehmlich
von der lokalen "Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger
e.V." (IPAHB), über die ortsansässigen Parteien bis hin zu Neonazis aus
dem lokalen und regionalen Partei- und Kameradschaftsspektrum gegen einen
Moscheebau der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde in Weißensee-Heinersdorf. Die
IPAHB, eine nur dazu gegründete Bürgerinitiative, den Moscheebau im Berliner
Nord-Osten zu verhindern, kann hierbei auf einen breiten rassistischen Konsens
in der Heinersdorfer Bevölkerung zurückgreifen. So verwundert es nicht, dass
sie massive finanzielle und personelle Unterstützung von der CDU-Ortsgruppe erhält.
Dirk Stettner, CDU-Mitglied und Kandidat im Wahlkreis Blankenburg-Weißensee
positionierte sich eindeutig für die Initiative und rührte kräftig die
Werbetrommel für die CDU als "Anwalts- und Interessenvertretung" der
"besorgten" BürgerInnen vor den Wahlen zum Abgeordnetenhaus und der
Bezirksverordnetenversammlung im September 2006 in Berlin.
Don`t
wait for the nazis - they are already there...
Bei
den islamophoben und rassistischen Protesten durften selbstverständlich die
Neonazis nicht fehlen. Funktionäre und Mitglieder rechter Organisationen und
Parteien, von der NPD über die Republikaner und Offensive D bis hin zu lokalen
Kameradschaften, waren zahlreich auf den Demonstrationen vertreten. Die NPD veröffentlichte
eigens eine "Kampagne" namens "Nein zur Moschee in Pankow"
und verteilte und verklebte tausende von Aufklebern sowie Plakate und Flugblätter.
Die Stimmungsmache zahlte sich vor allem für die populistisch agierenden
Parteien gut aus. So sitzt mit Michael Rauschenbach seit Herbst 2006 in der
Pankower BVV ein Abgeordneter der rechten "Republikaner", welche mit
der anti-muslimischen Parole "Wir lassen die Kirche im Dorf - und die
Moschee in Istanbul" erfolgreich in die BVV einziehen konnte. Möglich war
der Stimmenerfolg aufgrund der Absprachen mit der NPD, welche den Repuplikanern
den Antritt im Wahlkreis in Pankow überließ. Dass das Engagement rechter
Akteure lebensgefährlich sein kann, spiegelt der Übergriff vom 11. Juli 2007
am S-Bahnhof Pankow wieder. Gewaltbereite Neonazis versuchten aus der
IPAHB-Demonstration heraus, Teilnehmer_Innen einer antirassistischen Kundgebung
anzugreifen. Später bedrohte eine Gruppe von 15 Neonazis sechs Jugendliche und
verletzte diese zum Teil physisch. Dies scheint die Konsequenz der Akzeptanz
rechten und rassistischen Gedankenguts in der Heinersdorfer Bevölkerung zu
sein. Trotz aller scheinbaren Distanzierungen vom "Extremismus aller
Art", konnten Neonazis stets unbehelligt in den Reihen der IPAHB mitlaufen
und mit Transparenten und Plakaten eine Außenwirkung erzielen.
Trouble
the racists!
Für
uns bedeutet der rassistische Zustand in Heinersdorf eine Unerträglichkeit.
Unfassbarer Höhepunkt des Bedrohungsszenarios vor Ort war der Brandanschlag auf
ein Fahrzeug auf dem Baugrundstück der Moschee am 21. März 2007. Dies führte
das Potenzial rassistischer Gewalt vor Augen, als unmittelbare Konsequenz der
Hetze und Stimmungsmache gegen den Moscheebau. Daher rufen wir zu den
Antirassistischen Aktionstagen auf, um allen interessierten Menschen einen
Einblick in die Problematik der Anti-Moscheebau-Proteste zu bieten. Hierbei
setzen wir uns vor allem mit den rassistischen und islamophoben Phrasen der
Moschee-Gegner auseinander. Der rassistischen Stimmung muss unser Protest
entgegengebracht werden - dort, wo Menschen aufgrund ihrer Religion, ihrer
Hautfarbe oder Herkunft diskriminiert werden, müssen wir intervenieren.
Grundrechte wie die Religionsfreiheit und das Recht auf öffentliches Bekennen
zum Atheismus müssen auch in Heinersdorf gelten! Sprechen Sie sich mit uns
gegen jede Form von Rassismus aus, gegen jede Form der Diskriminierung!
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Kein Raum dem Rassismus! - Für eine solidarische Gesellschaft! ***
Das
antirassistische Heinersdorf-Bündnis (Oktober 2007)
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